Die faszinierende Welt der Kartenspiele hat die Spieler seit jeher in ihren Bann gezogen, die Unterhaltung und eine kleine Herausforderung suchen. Zwei Rivalen im Bereich der Kartenspiele sind Blackjack und Pontoon. Obwohl es bei beiden Spielen darum geht, den Dealer zu schlagen, ohne eine bestimmte Gesamtsumme zu überschreiten, unterscheiden sie sich dennoch durch ihre individuellen Regeln und strategischen Herangehensweisen. Wenn Sie jemals über die Unterschiede zwischen diesen beiden Kartenspiel-Klassikern nachgedacht haben, sind Sie hier genau richtig. Wir nehmen beide Spiele unter die Lupe und erklären Ihnen, auf was es zu achten gilt, damit Sie bei Ihrem nächsten Casinobesuch eine fundierte Entscheidung treffen können. 

I. Die Ursprünge

Ursprünglich in den französischen Casinos des 18. Jahrhunderts als "21" bekannt, nahm Blackjack seinen rasanten Aufstieg, als der Kartenspiel-Klassiker seinen Weg in die Vereinigten Staaten fand. Hier entwickelte sich der Name "Blackjack" aufgrund der anfänglichen Regel, die einen sofortigen Sieg für Spieler vorsah, die ein Pik-Ass und einen schwarzen Buben (in Kreuz oder Pik) ausgeteilt bekamen.

Die Ursprünge von Pontoon hingegen sind nicht genau geklärt. Während einige glauben, das Spiel habe seinen Ursprung in Großbritannien, führen andere seine Wurzeln auf das spanische Spiel "Ventiuna" zurück. Unabhängig von seinen genauen Ursprüngen wurde Pontoon in seinen diversen Formen in verschiedenen Ländern populär.

II. Die Kartenwerte

Sowohl bei Blackjack als auch bei Pontoon geht es darum, eine Gesamtsumme zu erreichen, die so nah wie möglich an 21 liegt, ohne diese zu überschreiten. Im Fall von Blackjack ergibt eine Hand mit einem Ass und einer Karte mit einer Augensumme von (Zehn, Bube, Dame oder König) "Blackjack" und der Spieler erhält üblicherweise eine Auszahlung von 3 zu 2.

Bei Pontoon unterscheiden sich die Kartenwerte leicht. Eine Hand mit einem Ass und einer beliebigen Karte mit einer Augensumme von 10 ist zwar die beste Hand, wird aber nicht als "Blackjack" bezeichnet. Stattdessen wird der Ausdruck "Pontoon" verwendet, und die Auszahlung beträgt hier 2 zu 1.

Die Kartenwerte

III. Die Terminologie

Obwohl beide Spiele einen eigenen Fachjargon haben, variieren die Bezeichnungen für bestimmte Spielaktionen. Dies gilt bei Pontoon jedoch nur im englischsprachigen Original. Im Deutschen werden für die jeweiligen Aktionen dieselben Begriffe benutzt. Dennoch werden wir Ihnen im nachfolgenden bei Pontoon die englischen Begrifflichkeiten und die dazugehörige Aktion erläutern.

Im Fall von Blackjack "ziehen" Spieler Karten, um zusätzliche Karten zu erhalten, "bleiben stehen", um ihre aktuelle Hand zu behalten, "verdoppeln" ihren ursprünglichen Einsatz für eine weitere Karte, oder "teilen" Paare in zwei separate Hände auf. Zusätzlich bieten einige Varianten von Blackjack bestimmte Regel-Optionen wie "Aufgeben" oder eine Blackjack Versicherung an.

Pontoon, das mutmaßlich britischen Ursprungs ist, verwendet andere Begriffe. Hier eine kurze Übersicht der Aktionen:

  • Twist = Der Spieler nimmt eine zusätzliche Karte.
  • Stick = Der Spieler ist mit seiner Gesamtsumme zufrieden und bleibt stehen.
  • Buy = Der Spieler verdoppelt seinen Einsatz und erhält in der Folge nur eine einzige weitere Karte.
  • Split = Der Spieler teilt zwei gleichwertige Karten (Paare).

Ähnlich wie beim Blackjack kann es bei Pontoon zusätzliche Regeln geben, z. B. den "5-Card-Charlie", bei dem eine Hand mit fünf Karten, die zusammen 21 oder weniger ergeben, unschlagbar ist.

IV. Die Hand des Dealers

Bei beiden Spielen spielt der Dealer eine entscheidende Rolle. Dennoch gibt es Unterschiede in der Handhabung der Karten des Dealers. Bei Blackjack erhält der Dealer eine offene und eine verdeckte Karte. Ist die offene Karte ein Ass oder eine Karte mit einer Augensumme von 10, deckt der Dealer die verdeckte Karte auf, um nachzuschauen, ob er Blackjack hat, bevor das Spiel fortgesetzt wird.

Bei Pontoon bleiben die Karten des Dealers während des gesamten Spiels verdeckt. Dies erhöht den Hausvorteil und verleiht dem Spiel ein geheimnisvolles Element, da niemand die Karten kennt.

V. Verdoppeln und Teilen

Die Regeln für das Verdoppeln und Teilen variieren ebenfalls von Spiel zu Spiel. Beim Blackjack können Spieler mit beliebigen Kartenkombinationen verdoppeln, während bei Pontoon das Verdoppeln nur mit bestimmten Karten erlaubt ist.

Auch die Regeln für das Teilen sind unterschiedlich. Bei Blackjack können Spieler jedes Paar mit gleichem Kartenwert teilen und sogar erneut teilen, wenn die Regeln des jeweiligen Casinos es erlauben. Bei Pontoon hingegen können Spieler nur Paare teilen, die denselben Wert haben, und ein erneutes Teilen ist generell nicht gestattet.

VI. Die Anzahl der Decks

Die Anzahl der verwendeten Kartendecks kann die Gewinnchancen und Strategien beeinflussen. Blackjack kann mit bis zu acht Decks gespielt werden, während Pontoon traditionell mit einem einzigen Deck gespielt wird.

VII. Die Strategie

Aufgrund der unterschiedlichen Regeln unterscheiden sich auch die optimalen Spielstrategien für Blackjack und Pontoon. Für Blackjack gibt es eine grundlegende Blackjack Spielstrategie, die den Spielern Hinweise für die statistisch besten Spielzüge in jeder Situation geben. Solche Strategiekarten sind für Pontoon deutlich schwieriger zu finden, daher müssen Spieler oft auf ihre Intuition und Erfahrung zurückgreifen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

Zusammenfassung

Blackjack und Pontoon weisen zwar einige Ähnlichkeiten auf, sind aber dennoch unterschiedliche Kartenspiele, die jeweils eigene Regeln, Begrifflichkeiten und Strategien haben. Blackjack verfügt über eine Reihe etablierter Regeln und Strategien, die es Anfängern leichter machen, während Pontoon ein anspruchsvolleres Spielerlebnis bietet. Ganz gleich, für welches Spiel Sie sich auch entscheiden, das Wichtigste ist, dass Sie Spaß haben und den Nervenkitzel des Spiels mit den zu Ihren Gunsten ausgeteilten Karten genießen. Viel Glück und mögen die Karten stets auf Ihrer Seite sein!