Blackjack hat sich seinen Platz als beliebtestes Casino Tischspiel aus zweierlei Gründen verdient. Erstens ist der Hausvorteil normalerweise geringer als bei jedem anderen Tischspiel, was es für den Freizeitspieler zu einem optimalen Spiel macht. Zweitens ist das Spiel bekannt dafür, dass es durch Kartenzählen und andere Vorteilsspielmethoden geschlagen werden kann. Aus diesen Gründen widmen sich Freizeitspieler dem Erlernen einer groben Annäherung an die Grundstrategie. Sie spielen als Team und schwimmen mit dem Strom. Vor diesem Hintergrund habe ich mich oft gefragt, warum Blackjack-Varianten überhaupt erfunden werden. Die Regeln für diese neuen Versionen sind ungewohnt. Die grundlegende Blackjack Strategie ist genauso schwierig oder sogar noch schwieriger zu erlernen. Der Hausvorteil korreliert stärker mit den Strategiefehlern, die ein Spieler macht und es gibt kein Gemeinschaftsgefühl. Nur wenige aufseiten des Casino-Managements verstehen die Schwachstellen dieser neuen Varianten. Unterdessen genießen APs diese Varianten, da sich dadurch neue Vorteilsspielmöglichkeiten ergeben.

Solange das Spiel wie Blackjack aussieht und so gespielt wird, wird es ähnliche Schwachstellen wie Blackjack aufweisen. Wenn das Spiel einen niedrigen Hausvorteil hat und zwischen dem Mischen mehrere Runden von einem Deck (oder Kartenschlitten) ausgeteilt werden, kann es genauso anfällig sein wie Blackjack. Wenn das Spiel eine besondere Schwachstelle hat (z. B. sind Asse viel stärker oder es gibt bestimmte Bonushände), kann es anfälliger als Blackjack sein. Wenn den Mitarbeitern zusätzlich die grundlegende Strategie unbekannt ist und das Spiel nicht als AP-Bedrohung ernst genommen wird, kann es wesentlich anfälliger sein als das standardmäßige Blackjack-Hauptspiel.

Wenn Sie sich die nachfolgenden Spiele anschauen, sollten Sie sich diese Fragen stellen:

  1. Hat das Spiel einen niedrigen Hausvorteil?
  2. Ist die grundlegende Strategie komplex? (Nur APs wissen es).
  3. Werden hohe Karten (T, J, Q, K, A) dem Spieler zugutekommen, indem sie mehr Blackjacks und für bessere Karten bei Double Downs sorgen und den Dealer häufiger überkaufen?
  4. Werden niedrige Karten (2, 3, 4, 5, 6) dem Haus zugutekommen, indem sie weniger Blackjacks und schlechtere Karten bei Double Downs bekommen und den Dealer seltener überkaufen?
  5. Gibt es spezielle Karten, die die Variante auf eine Weise anfällig machen, die sich von gewöhnlichem Blackjack unterscheidet?

Wenn die Antwort auf die Fragen eins bis vier Ja lautet, dann wird das einfache High-Low-Kartenzählsystem wahrscheinlich das Spiel schlagen. Der AP bestimmt die Grundstrategie, Indizes für Spielvariationen, eine angemessene Einsatzstrategie für seine Risikotoleranz und die entsprechenden Bankroll-Anforderungen. Wenn die Antwort auf Frage fünf ebenfalls Ja lautet, kann der AP allein oder in Verbindung mit dem Hauptspiel auf die sekundäre Schwachstelle abzielen. Die Wissenschaft, die mit dem erfolgreichen Spielen dieser Varianten verbunden ist, ist heute nicht weiter fortgeschritten als die, die von Ed Thorp vor über 50 Jahren entwickelt wurde. Mit anderen Worten, es ist nichts komplizierter geworden. Das Einzige, was diese Spiele davon abhält, geschlagen zu werden, ist, dass es so viele andere noch profitablere Möglichkeiten gibt.

Die hier aufgeführten Varianten sind kein Teil einer größeren Spielreihe. Darunter befinden sich Versionen mit Jokern (No Bust 21, California Blackjack), Pontoon, europäische No-Hole-Card-Versionen und anderen exotischen Regeln (Three Card Blackjack).

Um die Motivation für die Entwicklung einer neuen Version von Blackjack zu verstehen, lautet die erste Frage: „Wer wird dieses Spiel spielen?“ Anhänger des Standard-Blackjack werden nicht ohne Weiteres zu einer neuen Variante wechseln. In der Zwischenzeit werden Spieler, die mit Blackjack nicht vertraut sind, von dem neuen Spiel genauso eingeschüchtert sein wie vom Original. Angesichts dieser Hindernisse ist selbst die ganz normale Blackjack-Variante in den Casinos weltweit auf dem absteigenden Ast.

Aus all diesen Gründen sind neue Blackjack-Varianten normalerweise bescheidene Änderungen der Standardspielregeln. Die Leitfragen konzentrieren sich auf den Versuch, Blackjack besser zu machen, neue Spieler anzuziehen, einen höheren Hold zu haben und letztendlich einen zusätzlichen Gewinn für das Casino zu erzielen.

Das „Geben Sie etwas, nehmen Sie etwas“-Modell der Spielentwicklung ist das, was bei den meisten Blackjack-Varianten passiert. Die Frage, die die „Etwas geben“-Seite anführt, lautet: Was wollen die Spieler? Hier sind einige Antworten:

  • Mehr Möglichkeiten zum Verdoppeln und Teilen.
  • Mehr Möglichkeiten, bessere Starthände zu bekommen.
  • Mehr Möglichkeiten, aufzugeben oder schlechte Hände aufzugeben.
  • Jegliche Aktionen sollten kostenlos sein.
  • Garantierte Gewinnhände.
  • Bonushände.
  • Mehr (oder weniger) Varianz.
  • Selteneres überkaufen.

Auf der anderen Seite der Gleichung steht die „etwas nehmen“-Seite. Der Entwickler möchte, dass die für das Casino gewinnbringenden Änderungen für den Spieler möglichst nicht ersichtlich sind. Hier sind einige der Dinge, die die Entwickler in den Prozess mit einbeziehen:

  • Blackjack-Auszahlung von 1 zu 1.
  • Verwendung eines spanischen Decks (es gibt keine Zehner)
  • Bestimmte Hände des Dealers sorgen immer für ein Unentschieden.
  • Bessere Regeln für den Dealer.

Was folgt, ist eine Beschreibung einiger dieser Blackjack-Varianten. Der Hausvorteil ist der gebräuchlichste Regelsatz für das Spiel, der von einem Kartenschlitten mit sechs Decks ausgeteilt wird. Ich habe die Spiele, von denen ich weiß, dass sie tatsächlich von APs unter Verwendung einer Kartenzählmethode geschlagen wurden, mit einem Sternchen gekennzeichnet.

Blackjack Switch *

  • Spielervorteile: Die Möglichkeit, zwei Hände zu spielen und die zweite Karte jeder Hand auszutauschen.
  • Spielernachteile: Die Blackjack-Auszahlung beträgt 1 zu 1 und die Hard 22 eines Dealers ist ein Push (Unentschieden).
  • Hausvorteil: 0,58 %.

Double Attack Blackjack *

  • Spielervorteile: Der Spieler kann einen Einsatz machen. Außerdem kann er jederzeit verdoppeln oder seine Hand aufgeben und die Blackjack-Versicherung hat eine Auszahlung von 5 zu 2.
  • Spielernachteile: Die Blackjack-Auszahlung beträgt 1 zu 1 und es werden spanische Decks verwendet (es gibt keine Zehner).
  • Hausvorteil: 0,62 %.

Double-up Blackjack

  • Spielervorteile: Der Spieler kann einen „Double-Up“-Einsatz auf eine beliebige Zwei-Karten-Hand (außer Blackjack) machen.
  • Spielernachteile: Bei einer Hard oder Soft 16 gibt es einen Push und Verdopplungseinsätze verlieren bei einem solchen.
  • Hausvorteil: 0,31 %.

Extreme 21

  • Spielervorteile: Der Spieler kann eine beliebige Anzahl von Karten verdoppeln und nach einem Split erneut verdoppeln. Außerdem gewinnt eine Gesamtsumme von 21 immer.
  • Spielernachteile: Der Dealer zieht weiter, bis einer der Spieler geschlagen ist oder der Dealer sich überkauft hat. Die Blackjack-Auszahlung beträgt 1 zu 1 
  • Hausvorteil: 1,16 %.

Free Bet Blackjack

  • Spielervorteile: Der Spieler kann umsonst bei einer 9, 10 und 11 mit einer beliebigen Anzahl von Karten verdoppeln und alle Paare (außer 4er und 10er) kostenlos teilen oder erneut teilen.
  • Spielernachteile: Die Hard 22 eines Dealers ist ein Push (Unentschieden).
  • Hausvorteil: 0,63 %.

Power Blackjack

  • Spielervorteile: Der Spieler kann jede anfängliche 15 oder 16 in zwei Hände aufzuteilen. Außerdem gibt es eine Ersatzkarte nach einem Double Down bei einer Hard 10 oder 11.
  • Spielernachteile: Die Hard 22 eines Dealers ist ein Push (Unentschieden).
  • Hausvorteil: 0,55 %.

Spanish 21 *

  • Spielervorteile: Der Spieler kann jederzeit mit einer beliebigen Anzahl von Karten verdoppeln. Außerdem ist das Verdoppeln nach einem bereits getätigten Double Down möglich und es kann eine solche Hand aufgegeben werden. Des Weiteren gewinnt eine Gesamtsumme von 21 immer und es gibt ein Bonus für die Hände 6-7-8 und 7-7-7.
  • Spielernachteile: Es werden spanische Decks verwendet (es gibt keine Zehner).
  • Hausvorteil: 0,42 %.

Super Fun 21 *

  • Spielervorteile: Der Spieler kann jederzeit mit einer beliebigen Anzahl von Karten verdoppeln und auch bei einer beliebigen Anzahl von Karten aufgeben. Ein Sechs-Karten-Blackjack hat eine Auszahlung von 1 zu 1, während es für ein Blackjack mit fünf Karten eine Auszahlung von 2 zu 1 gibt. Blackjack gewinnt immer und Karo-Blackjacks haben ebenfalls eine Auszahlung von 2 zu 1.
  • Spielernachteile: Alle Blackjacks, die nicht mit Karos gebildet werden, haben eine Auszahlung von 1 zu 1.
  • Hausvorteil: 1,25 %.

Triple Attack Blackjack *

  • Spielervorteile: Der Spieler kann einen zusätzlichen Einsatz machen, nachdem er seine erste Karte gesehen hat. Das gleiche gilt auch, nachdem der Spieler die erste Karte des Dealers gesehen haben. Außerdem gewinnt jede Gesamtsumme von 21 und es ist ein Verdoppeln mit einer beliebigen Anzahl von Karten möglich. Darüber hinaus beträgt die Auszahlung für die Blackjack-Versicherung 5 zu 1 bei gleichfarbigen Blackjacks.
  • Spielernachteile: Es werden spanische Decks verwendet (es gibt keine Zehner) und die Blackjack-Auszahlung beträgt 1 zu 1. Außerdem ist eine Gesamtsumme des Dealers von 22 ein Push.
  • Hausvorteil: 1,17 %.

Triple up 21 *

  • Spielervorteile: Der Spieler kann verdreifachen (statt Verdoppeln) mit zwei beliebigen Anfangskarten (ausschließlich bei der Sechs-Deck-Version) und Blackjack gewinnt immer (es gibt kein Unentschieden).
  • Spielernachteile: Die Blackjack-Auszahlung beträgt 1 zu 1.
  • Hausvorteil: 1,02 %.
Über den Autor
Von

erhielt 1983 seinen Ph.D. in Mathematik an der University of Arizona. Eliot war Professor sowohl für Mathematik als auch für Informatik. Eliot zog sich 2009 aus der akademischen Welt zurück. Eliot Jacobson.