Betrachtet man die Leistung von Phil Ivey im Crockfords Casino (siehe diesen Artikel), lohnt es sich, die ganze Bandbreite des Problems schlecht gestalteter Karten und Edge Sorting zu berücksichtigen. Phil Ivey hatte kein Glück, als er an einem weit entfernten Ort eine besonders seltene Karte fand, die für Edge Sorting äußerst anfällig war. Meine persönliche Untersuchung von 650 Casino-Decks ergab, dass ganze 70 % aller Karten Asymmetrien enthalten, die Edge Sorting ermöglichen. Schlecht hergestellte Karten sind allgegenwärtig. Aus diesem Grund wird in Casinos schon seit sehr langer Zeit Edge Sorting betrieben. Abram Alexander erwähnt Arten in seinem Buch „Advanced Tactics in Casino Advantage Play“ und sagt, dass die Methode seit „Jahrzehnten“ existiert.

Was folgt, ist eine Auswahl der am häufigsten verwendeten Kartendecks und den damit einhergehenden Problemen.

Die erste Karte repräsentiert das am häufigsten verwendete Kartendesign. Über 20 % aller verwendeten Karten haben dieses Design. Diese Karte ist hochgradig anfällig für Edge Sorting. Beachten Sie den Unterschied in Größe und Form der Karos auf jeder Seite der Karte. Auf der rechten Seite sehen Sie halbe Karos und auf der linken Seite sehr kleine Fragmente. Ein ähnliches Problem tritt oben und unten auf der Karte auf.

1. Karte

Das folgende Design findet sich am zweithäufigsten auf den Kartenrückseiten. Über 15 % aller verwendeten Karten haben dieses Design. Von allen Karten, die anfällig für Edge Sorting sind, ist die Asymmetrie im Schnitt bei diesem speziellen Design am deutlichsten sichtbar.

2. Karte

Hier sind ein paar weitere Karten, die ebenfalls ein Problem mit asymmetrischen Schnitten entlang der linken und rechten Kante der Karte haben. Auch entlang der Ober- und Unterkante ist eine Asymmetrie zu erkennen:

3. Karte4. Karte5. Karte

Die folgende Karte weist kaum eine Anfälligkeit für Edge Sorting auf, wenn man den oberen und unteren Rand betrachtet, aber der linke und der rechte Rand sind leicht zu unterscheiden:

6. Karte

Die folgenden Karten sind entlang der linken und rechten Kante gut genug geschnitten, aber die obere und untere Kante sind deutlich unterscheidbar:

7. Karte

Nur weil eine Karte einen gebleichten Rand hat, heißt das nicht, dass sie nicht für Edge Sorting verwendet werden kann. Obwohl selten, treten Fälle auf, in denen die Durchmesser der gebleichten Ränder entlang zweier gegenüberliegender Seiten deutlich unterschiedlich sind. Im folgenden Beispiel können Sie sehen, dass der linke Rand viel breiter ist als der rechte Rand:

8. Karte

In diesem Beispiel ist der obere Rand viel breiter als der untere Rand:

9. Karte

Manchmal sieht die Karte so aus, als würde sie keinerlei Anfälligkeiten für Edge Sorting aufweisen. Komplexe Designs können jedoch zu Unterschieden in gegenüberliegenden Ecken der Karte führen. Dies kann zu Anfälligkeiten für Ede Sorting sorgen. Vergleichen Sie im folgenden Beispiel die obere rechte Ecke mit der unteren linken Ecke:

10. Karte

In sehr seltenen Fällen können die Logos so aufgedruckt werden, dass sie nicht symmetrisch zum zugrunde liegenden Design platziert sind. Beachten Sie auf der folgenden Karte, dass es unter dem oberen Logo (unter dem Wort „Casino“) halbe Ovale gibt, aber über dem unteren Logo (über dem Wort „Casino“) volle Ovale.

11. Karte

Manchmal wird an einer Schlüsselstelle auf der Karte ein asymmetrisches Design verwendet. Dieses Element allein reicht aus, um die Karten anfällig für Edge Sorting zu machen. Betrachten Sie zum Beispiel den fünfeckigen Stern in der Mitte dieser Karte:

12. Karte

Darüber hinaus werden manchmal Designfehler gemacht, die der Logik widersprechen. Ich überlasse Ihnen diese Karte als Rätsel:

13. Karte

Obwohl diese Karten alle Anfälligkeiten für Edge Sorting aufweisen, gibt es immer noch eine sehr einfache Taktik, um dies zu verhindern: Fügen Sie jedem Mischvorgang für jedes Spiel einen Turn hinzu.

Über den Autor
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erhielt 1983 seinen Ph.D. in Mathematik an der University of Arizona. Eliot war Professor sowohl für Mathematik als auch für Informatik. Eliot zog sich 2009 aus der akademischen Welt zurück. Eliot Jacobson.